Abenteuer auf dem Drachenweg

Diesen Bericht über den Drachenweg in Roßhaupten hat Anja Wahle in ihrem Blog Landei & Co. veröffentlicht und freundlicherweise der Tourismusgemeinschaft Südliches Allgäu für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

Hallo Ihr Lieben, Ihr merkt schon, bei uns ist das Outdoorfieber ausgebrochen! Kein Wunder, nachdem sich das Frühjahr in den letzten Wochen ja doch ein bisschen hat bitten lassen. Also haben wir den Wetterbericht, der ein paar Sonnenstrahlen in Aussicht gestellt hat, genutzt und sind mal wieder ins Ostallgäu zu Oma und Opa gefahren.Nachdem ich neulich mit der Touristeninformation in Roßhaupten telefoniert hatte, um noch ein paar neue Ideen einzuholen, hatte ich den Drachenweg im Kopf. Da traf es sich gut, dass meine Schwägerin meinte, das wolle sie schon länger mal mit den Kids machen.

Also – gedacht, getan: Am Samstagmittag ging es bei noch nicht ganz überzeugendem Wetter nach Roßhaupten. Wir haben uns entschieden, den Parkplatz am Kurpark anzufahren und am Abenteuerspielplatz die Kinder sausen zu lassen und mit Kartoffelsalat, Würsteln und Brezeln erstmal zünftig zu picknicken… man weiß ja nicht, wieviel Kraft man braucht, bei den Drachen…

Der Spielplatz ist liebevoll mit einem tollen Rutschenturm, einer Hängebrücke, Schaukelburg, Seilbahn und einem Glockenturm ausgestattet. Zu sehen gibt es außerdem noch ein Insektenhotel. Alles auf einem großzügigen hügeligen Gelände mit tollen Ausblicken. Direkt neben dran befindet sich eine Spielgolfanlage. Einen ersten kleinen Drachen entdecken wir auch schon… – er erfreut sich bester Gesundheit, hüpft und quakt:

Der große Drache wird auch schon belagert, nämlich von unserem Forscherteam an diesem Samstag, das ich Euch hiermit vorstellen möchte:

Also Picknickkorb zurück ins Auto und los geht es. Wir laufen vom Parkplatz zum Kalvarienberg.

Anfangs führt der Weg an gelb und weiß blühenden Allgäuer Wiesen entlang. Hier müssen erstmal weitere Lebewesen begutachtet werden: ok, definitiv keine Drachen…

Wunderschön zieht sich der Waldweg über kleine Treppen nach oben auf den Kalvarienberg.

Noch ist der Himmel bedeckt, aber als wir oben ankommen, grüßt uns die Sonne und belohnt unseren Aufstieg mit einer spektakulären Aussicht:

… und dann kommen wir auf den eigentlichen Drachenweg. Ihr fragt, warum es den hier eigentlich gibt? Laut der Legende bevölkerten im 6. Jahrhundert nach Christus Drachen den wilden Lech mit seinen Schluchten, dichten Wäldern, Mooren und Höhlen. Die Ungeheuer bewachten Schätze aus Gold und Edelsteinen, fraßen Pferde und Menschen, waren gut, aber meist böse. Kurzum, viel Stoff für ein Abenteuer.

Der erste Stopp ist das Drachenbrünnl…. An jeder der fünf Stationen ist eine Tafel aufgestellt. Die kleine Tafel ist für Erwachsene, die Große für Kinder. Besonders schön: zu jeder Station haben sich Kinder aus der Grundschule Roßhaupten Gedanken gemacht und eine Geschichte geschrieben. Das Ergebnis: Unsere Kinder finden oberhalb des Brunnens vier Dracheneier. Ich hätte ja gedacht, es seien rießige Kiesel, aber eindeutig sind Klick-Geräusche aus den Eiern zu hören… oder kam das doch von wo anders?

An der nächsten Kreuzung angekommen, entscheiden wir uns für den schwierigen Weg, wobei er mit Wanderschuhen selbst für den Vierjährigen kein Problem darstellt.

Unten angekommen, scheint es doch gefährlicher zu werden. Große Fußspuren zeugen von der Anwesenheit der Drachen. Schnell wird ein Nest gebaut und die Dracheneier versorgt.

Weiter geht es den Fluß entlang zum Brückendrachen. Die Eier sind wieder dabei und mittlerweile ist sogar der Zehnjährige überzeugt, dass sie „echt“ sind. Ich muss sagen, sie schleppen tapfer…

Beeindruckend schaut die Tiefentalbrücke durch die Bäume heraus.

Nachdem wir kurz unter der Brücke durchlaufen, um den Brückendrachen zu bestaunen, gehen wir wieder zurück, schauen uns die Tiefentalkapelle an und gehen auf den Weg oberhalb. Hier tut sich ein weiterer traumhafter Blick auf.

Mittlerweile hatten wir nicht nur Dracheneier im Schlepptau, sondern auch gefüllte Blumenvasen. Die Raupe durfte selbstverständlich nach ausgiebiger Bewunderung vor Ort bleiben.

Wir haben den Drachenweg oberhalb der Kapelle verlassen und laufen Richtung Steinernes Kreuz. So langsam wird es richtig heiß und der Himmel immer strahlender:

Am Steinernen Kreuz vorbei geht es vor dem Hotel Kaufmann wieder links Richtung Kurpark. Wer möchte, kann natürlich hier auf der zauberhaften Terrasse einen kleinen Zwischenstopp einlegen…

… oder zum Schwimmteich, an dem es auch einen Kiosk gibt, im Kurpark weiterlaufen. Wir haben es uns hier auf dem Steg so richtig gemütlich gemacht, Kaffee getrunken, Eis gegessen und die Füße ins Wasser baumeln lassen.

Es dauerte natürlich nicht lange und die Kinder plantschten munter im Wasser rum…

… bis sie entdeckten, daß die Pfütze in der Nachbarswiese noch wärmer war. Das war dann noch die Krönung des Tages und das samstägliche Vollbad in Einem… Danach ging es zum Aufwärmen wieder auf die warmen Holzplancken vom Steg und dann nahmen wir so langsam, nach sechs Stunden Aufenthalt, Abschied von einem entspannten, aber spannenden Abenteuer. Im Schlepp vier Dracheneier – Entschuldigung, liebe Roßhauptener, die fehlen jetzt bei Euch! Solltet Ihr demnächst hören, daß in Lechbruck, Prem oder Landshut Drachen geschlüpft sind – wir übernehmen die volle Verantwortung!

Hier kommen noch ein paar Details, die Euch vielleicht nützlich sind:

Die Wanderkarte:

Parken: Wir haben den kostenlosen Parkplatz am Kurpark genutzt.

Laufzeit: 1,5 Stunden, theoretisch…

Streckenlänge über den Kalvarienberg: 5 km

Wegeart: Waldwege teilweise mit Treppen, Pfade, Feld- und Schotterwege

Höhenunterschied: circa 100 m, mit Auf und Ab sind 140 m zu bewältigen

Kinderwagengeeignet: nein

Viele weitere Infos zum Drachenweg gibt es hier: Touristinformation Drachenweg

Weitere Infos zum schönen Roßhaupten am Forgensee hier: Homepage Roßhaupten

Details zum Spielgolf und Kurpark

Noch ein Tipp: Ihr befindet Euch hier im Gebiet der Königscard, das heißt, wenn Ihr in einem angeschlossenen Betrieb übernachtet, habt Ihr viele Attraktionen und Bergbahnen vergünstigt oder sogar frei. So ist z.B. die erwähnte Golfspielanlage im Kurpark für Königscardbesitzer kostenlos.

So, das war es von unserer Seite! Schreibt uns doch gerne einen Kommentar, wie Euch der Ausflug gefallen hat! Vielleicht kennt Ihr den Weg ja auch schon und Ihr habt auch noch ein paar Tipps…

Es grüßt Euch,

Anja vom Landei und die Drachencrew & Tourismusgemeinschaft Südliches Allgäu

 

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