Wenn das Dorf feiert…

Die sommerlichen Highlights der Gemeinde Rieden am Forggensee begann mit dem ersten Dorffest Ende Juni. Ob das stattfinden kann, ist zwar immer eine Zitterpartie: „Hält das Wetter, oder müssen wir es verschieben, gar absagen?“ Seit Tagen  warnte der Wetterdienst heuer auch noch vor heftigen Gewittern. Die blieben – Gott sei Dank – aus und den heftigen Sommerwind an dem Abend bliesen „Blech und Schwefel“ gleich mit ihren ersten Tönen einfach weg.

Das Wetter war am 23. Juni also „echt a Traum“!

Und „der Baure Markus“ (Köpf), Vorstand des örtlichen Musikvereins, konnte rund den Dorfplatz hunderte Gäste mit begrüßen.

Eine erleichterte Ingrid Mattern, Vorsitzende des Trachtenvereins „Alpenblick“ kündigte daher auch den Auftritt der Jugendgruppe des Vereins an: „Einige Kinder treten heute zum ersten Mal auf und sind deshalb schon ganz besonders nervös!“ Aber sie konnte sich freuen, alles klappte. Musikalisch hatte Klaus Senn mit seinem Akkordeon die Tanzenden begleitet, hatte sie im Blick.

Wenn etwas mal nicht ganz perfekt klappen wollte, halfen die Größeren den Kleinen liebevoll den Anschluss oder die verlorene Hand wieder zu finden. Mit liebevollem Ernst, aber auch mit viel Spaß zeigten die Kinder und Jugendlichen, was sie können. Und das war allerhand, auch wenn eine der Kleinsten beim Drehen um die eigene Achse mal kurz ins Straucheln kam – so ein Drehwurm kann einen ja auch ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen.

Eine Riesen-Gaudi, ja fast schon komödiantisch, war der Auftritt der „Holzhacker-Buaba“ nach Einbruch der Dunkelheit. Holz hackend, Schuh plattelnd, Bänke schlagend und mit spielerischer Rauferei machten sie deutlich, was so ein Holzhacker für ein Kerl ist. Dass sie aber auch sensibel mit einem Pfannkuchen umgehen können, bewiesen sie nicht nur dadurch, dass sie ihn über dem Feuer in die Luft warfen und sogar manchmal mit der Pfanne wieder auffangen konnten, vielmehr ist das Zerkleinern des malträtierten Flug-Kuchens mit der Axt eher eine Kunst zarter Hände.

Die zuschauenden Kinder – in Startposition – hatten nur darauf gewartet, das der Eierkuchen zerstückelt ist und stürmten die Bühne. Jeder wollte ein Stück davon haben. Das sei seit Jahrzehnten so, erklärte eine Besucherin lachend: „Die sind ganz wild auf des Kiachla – muss besonders gut schmecka, wenn ’s schon mal am Boda g’lege isch!“

Aber nicht nur den Pfannkuchen gab es an diesem Abend. Für kulinarische Genüsse standen schon gleich zu Beginn des Festes Schupfnudeln mit Kraut und Speck, Steak und Leberkäs‘ parat, und das zu äußerst moderaten Preisen.

Kein Wunder, dass fast alle Besucher bis nach Mitternacht beim Dorffest des Trachten- und Musikvereins blieben. Mit Singen und Klatschen begleiteten sie die Pop-Songs und Schlager im zweiten Teil des „Blech und Schwefel“-Auftritts.

 

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