Frische Seeger Luft schnuppern

Dieser herrliche Panoramablick aus dem Südlichen Allgäu auf die Ostallgäuer Alpenkette ist der Höhepunkt der Wanderung in Seeg, auf die ich Sie heute mitnehmen möchte.

Dieser herrliche Panoramablick aus dem Südlichen Allgäu auf die Ostallgäuer Alpenkette ist der Höhepunkt der Wanderung in Seeg, auf die ich Sie heute mitnehmen möchte.

Heute möchte ich Ihnen eine meiner Lieblingstouren im Südlichen Allgäu vorstellen. Im Winter, im Frühjahr, im Sommer und im Herbst – diese kleine Wanderung ist immer schön. Und ich liebe sie, weil sie so vielfältig ist – wie unser Honigdorf Seeg und seine Umgebung. Ja, klar, Sie hören es raus, ich bin halt eine echte Seegerin.

Erlebnis-Bienenhaus am Heimatmuseum Seeg

Das Bienenhaus der Erlebnisimkerei im Honigdorf Seeg, dahinter das schmucke Heimatmuseum im ehemaligen Schulhaus.

Es ist keine „Event“-Tour mit besonderen Attraktionen, nein. Es ist eher die ruhige Tour zum Entspannen und Loslassen. Finden Sie nicht auch, dass manchmal die kleinen Dinge im Leben viel mehr Freude machen?

Wozu sind die Füsse da? Wenn wir wandern sicher auch für festes Schuhwerk.

Wozu sind die Füsse da? Wenn wir wandern sicher auch für festes Schuhwerk.

Also, los geht’s! Die festen Schuhe angezogen, ich nehme immer ganz gerne meine Nordic-Walking-Stöcke mit, aber es geht auch ohne. Auf meiner Lieblingstour habe ich übrigens schon einige Fotos gemacht, auch von den „kleinen“ Dingen, wie man so schön sagt, die mir beim Vorbeigehen aufgefallen sind, und die ich einfach schön finde. Weitere Fotos zum Thema „Schönheiten am Wegesrand“ habe ich ganz unten angefügt.

Auch das Heimatmuseum im Honigdorf Seeg ist sehenswert

Wir starten unseren Ausflug am Seeger Heimatmuseum, das mit seiner reichhaltigen Sammlung auch einen eigenen Besuch lohnt.

Wir starten am Heimatmuseum in Seeg – das Sie übrigens unbedingt auch einmal besuchen sollten, es ist „supergut“ gemacht, es wurde ganz viel gesammelt, aus Privathaushalten wurden uns viele Exponate überlassen, es gibt auch Einiges aus der alten Imkerei zu sehen – also, ich glaube, das muss ich Ihnen mal extra schildern…

Direkt hinter der Erlebnisimkerei führt uns der Weg hinaus aufs freie Feld und dem legendären Seeger Skilift entgegen.

Direkt hinter der Erlebnisimkerei führt uns der Weg hinaus aufs freie Feld und dem Seeger Skilift entgegen.

Aber wir wollten ja wandern, also: Wir starten am Heimatmuseum, biegen an der Erlebnisimkerei um die Ecke und kommen auf einen Feldweg, der in Richtung Skilift führt. Übrigens ist unser Skilift der einzige Tellerskilift mit fünf Tellern nebeneinander in ganz Deutschland.

Schneearmer Winter 2014: Ist er in Betrieb, ist der Skilift von Seeg ein deutschlandweites Unikat - fünf Teller nebeneinander.

Schneearmer Winter 2014: Ist er in Betrieb, ist der Skilift von Seeg ein deutschlandweites Unikat – fünf Teller nebeneinander.

Mein Vater hat immer gesagt: „Wer da hochkommt und dann wieder runter (denn der Hang ist kurz aber ziemlich steil), der kann überall Skifahren.“ Und Recht hatte er – ich bin überall runtergekommen…

Blick von oben auf die "Talstation" des Seeger Teller-Skilifts.

Blick von oben auf die „Talstation“ des Seeger Teller-Skilifts.

Dort überqueren wir die Skipiste (wenn es Winter ist, bitte Vorsicht walten lassen und öfter den Blick nach oben werfen!) und haben erst einmal einen wunderschönen Blick auf die Seeger Rokokokirche St. Ulrich (warum sie auch die „kleine Wies“ genannt, erzähle ich ein andermal) und unsere Seeger Seen und die sanften Hügeln rundherum um Seeg – eine typische Moränenlandschaft aus einer längst vergangenen Zeit.

Blick auf das Seeger Rokoko-Kleinod, die Pfarrkirche St. Ulrich, auch "kleine Wies" genannt.

Blick auf das Seeger Rokoko-Kleinod, die Pfarrkirche St. Ulrich, auch „kleine Wies“ genannt.

Der herrliche Blick auf die Moränenlandschaft mit den Seeger Seen.

Der herrliche Blick auf die Moränenlandschaft mit den Seeger Seen.

Wir nehmen eine kleine Steigung in Angriff, unser Weg wird zu einem Pfad, wir verlassen schließlich die Piste und folgen dem Pfad, der in ein kleines Waldstück in der Nähe der so genannten Ferdinandshöhe führt. Warum die so heißt, auch das könnte ich mal erzählen…

Kleine Steigung durch den Wald.

Der Weg wird schmaler.

Die Schönheit scheinbarer Kleinigkeiten am Wegesrand - einer meiner Lieblingsbäume auf der Wanderung, zu der ich Sie herzlich einlade.

Einer meiner Lieblingsbäume auf der Wanderung.

Winterliche Wolkenformation über der Skipiste.

Winterliche Wolkenformation über der Skipiste.

Links spitzelt schon die Bergkette der Ostallgäuer Alpen hinter dem Hügel hervor.

Da geht's hoch.

Da geht’s hoch.

Nach der Überquerung der Skipiste gehen wir dem Wald entgegen in Richtung Ferdinandshöhe.

Wir gehen dem Wald entgegen in Richtung Ferdinandshöhe.

Auf einem schmalen Pfad kommen wir bald in den Wald.

Auf einem schmalen Pfad kommen wir bald in den Wald.

Nach ein paar Minuten durch den Wald erreichen wir schließlich ein offenes Feld, das wir durchqueren.

Unterhalb der Ferdinandshöhe laufen wir "querbeet" zurück in Richtung Skilift.

Unterhalb der Ferdinandshöhe laufen wir „querbeet“.

Wieder kommt ein kleines Waldstück und rechts sehen wir Seeweiler, einen der ältesten Weiler von Seeg. Seeg hat übrigens 48 Weiler. Aber wissen Sie eigentlich, warum…?
Auf diesem Wegstück laufen oftmals Rehe über das Feld oder durch den Wald, man ist mittendrin in einer romantischen Einsamkeit – keine Straße oder Häuser, ein kleines Stück Natur pur. Dann folgt wieder ein kleiner, ansteigender Wurzelpfad durch die Fichten hindurch…

Auf einem Wurzelweg geht's quer durch den Wald - dem herrlichen Ausblick entgegen.

Auf einem Wurzelweg geht’s quer durch den Wald – dem herrlichen Ausblick entgegen.

…und wir erreichen die Straße, die von Seeg-Aufmberg nach Seeleuten führt. Das ist übrigens auch eine wunderbare Panoramastraße mit herrlichem Blick auf die Allgäuer Berge für alle, die lieber auf befestigten Wegen spazieren gehen.

Hinter den Bäumen kommt die Ostallgäuer Alpenkette zum Vorschein - geschafft, bald sind wir in Seeleuten.

Die Ostallgäuer Alpenkette kommt zum Vorschein – geschafft, bald sind wir in Seeleuten.

Von der Panoramastraße schweift der Blick auf die Vilstaler und Pfrontener Berge mit Aggenstein und Breitenberg.

Von der Panoramastraße schweift der Blick auf die Vilstaler und Pfrontener Berge mit Aggenstein und Breitenberg.

Wir biegen nach links ab auf diese Straße, auf der nicht allzu viel Verkehr herrscht. Am schönsten ist diese Tour am Morgen oder am Abend, wenn alles noch oder wieder ruhig ist. Die Straße führt zuerst durch ein kleines Waldstück und danach hat man freien Blick auf die Alpen.

Auf der Panoramastraße begleitet uns ein herrlicher Rundumblick Richtung Süden und Osten.

Auf der Panoramastraße begleitet uns ein herrlicher Blick Richtung Süden und Osten.

Nehmen Sie unbedingt Ihre Kamera mit, dort kann man wunderschöne Panoramafotos machen. Auf der Straße kommen wir auf dem Rückweg in Richtung Seeg an der Ferdinandshöhe vorbei, und wenn Sie Lust haben, können Sie dort noch einen kleinen Abstecher hoch zum Pavillon machen. Ein besonders schöner Aussichtspunkt!

Der Aussichts-Pavillon auf der Ferdinandshöhe. Dort hoch lohnt sich ein kleiner Abstecher.

Der Aussichts-Pavillon auf der Ferdinandshöhe. Dort hoch lohnt sich ein kleiner Abstecher.

Etwas weiter des Weges sehen wir links oben auf dem Berg das Seilumlaufrad vom Skilift, danach erreichen wir die ersten Häuser vom Aufmberg, die bereits zu Seeg gehören. Vor dem „Henkelhof“ biegen wir links ab und etwas weiter vorne sehen wir bereits einen Wegweiser, auf dem „Seeg“ steht.

Auf dem Heimweg werden wir sicher geleitet.

Auf dem Heimweg werden wir sicher geleitet.

Über diesen Fußweg kommen wir wieder rein ins Dorf, linkerhand bietet sich noch einmal das idyllische Bild von der Seeger Kirche, den Seeger Seen und dem Dorf.

Von da oben kommen wir her...

Von da oben kommen wir her…

und bald führt uns, gesäumt von Bäumen, der Weg zurück ins Honigdorf Seeg.

…und bald führt uns, gesäumt von Bäumen, der Weg zurück ins Honigdorf Seeg.

Der ehemalige Eiskeller - früher hatte Seeg noch eine Brauerei.

Der ehemalige Eiskeller – früher hatte Seeg noch eine Brauerei.

Unten angekommen erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt: das Heimatmuseum und das Bienenhaus. Zirka 45 Minuten hat unser Ausflug gedauert. Außer, Sie haben ab und zu mal eine längere Pause eingelegt und einfach nur die wunderschöne Natur hier im Südlichen Allgäu genossen. Wer wollte uns das verdenken!

Der Seeger Honigbär, geschnitzt von zwei Seeger Künstlern. Er steht am Erlebnis-Bienenhaus hinter dem Heimatmuseum. Dahinter die "Ganzjahresblume" des Honigdorfs.

Der Seeger Honigbär, geschnitzt von zwei Seeger Künstlern. Er steht am Erlebnis-Bienenhaus hinter dem Heimatmuseum. Dahinter die „Ganzjahresblume“ des Honigdorfs.

Und sollten wir noch Zeit haben, vielleicht, weil wir schon ganz früh gestartet sind, dann gönnen wir uns ein leckeres Frühstück bei unseren Bäckern –eine schöne frische Semmel mit Honig und Butter aus Seeg, dazu ein Capuccino. Und nachmittags kann ich Ihnen einen Honigzopf mit einer schönen Tasse Kaffee nur empfehlen.

Wie Sie sich’s auch immer einrichten – viel Spaß wünscht Ihnen Ihre Renate Carré.

Mein Freund, der Baum.

Mein Freund, der Baum.

Am Hang gewachsen.

Am Hang gewachsen.

Jeder einzelne schön, und zusammen sowieso.

Jeder einzelne schön, und zusammen sowieso.

Mal ein anderes "Alleinstellungsmerkmal"...

Mal ein anderes „Alleinstellungsmerkmal“…

 

...ein letzter "Nutzen".

…ein letzter „Nutzen“.

Das winterliche Sonnenlicht spielt zwischen den Bäumen.

Das winterliche Sonnenlicht spielt zwischen den Bäumen.

Wer ein Auge dafür hat, findet die kleinen Wunder der Natur.

Wer ein Auge dafür hat, findet die kleinen Wunder der Natur.

Wegkreuze finden sich im Südlichen Allgäu überall am Wegesrand.

Wegkreuze finden sich im Südlichen Allgäu überall am Wegesrand.

Unsere Runde um Seeg ist überall gut ausgeschildert.

Unsere Runde um Seeg ist überall gut ausgeschildert.

Nagfelfluh - durch den Lechgletscher geformtes Gestein.

Nagfelfluh – durch den Lechgletscher geformtes Gestein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Renate Carré

Über Renate Carré

„Mit Leib und Seele Allgäuerin“, fällt mir spontan ein, wenn man mich fragt, wer ich denn sei. Obwohl ich schon viel „umeinandergekommen“ bin, wie man bei uns so schön sagt – der Bezug zur Heimat ist ein ganz besonderer. Ich wohne mit meiner Familie in Seeg, dem Honigdorf im Allgäu. Schon früh hat mich die Dorfgeschichte interessiert, und vor ein paar Jahren habe ich dann die Gelegenheit genutzt und eine Ausbildung als „Kulturführerin“ abgeschlossen. Seitdem gebe ich Dorfführungen für interessierte Gäste und Einheimische, und auch im Burgenmuseum in Reutte/Tirol oder auf Burg Ehrenberg bin ich aktiv dabei. Ich bin in der Vorstandschaft vom Tourismusverein Seeg sowie im Bürgerforum Seeg und arbeite ehrenamtlich in der Pfarr- und Gemeindebücherei. Wenn es darum geht, Leute fürs Allgäu zu begeistern, bin ich immer dafür zu haben. Auch durch meine Mitarbeit hier in diesem Blog.

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