Die hochmittelalterliche Burgruine bei Pfronten liegt direkt an der Grenze zu Tirol (Österreich) und ist die höchstgelegene Burgruine Deutschlands.
Sie befindet sich auf dem weithin sichtbaren Felskopf des Manzenberges. Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht auf das unterhalb liegende Vilstal und die Gipfel der Tannheimer Berggruppe.
Die kleine Burganlage wird wegen ihrer exponierten und außergewöhnlichen Lage von der modernen Burgenforschung als Macht- und Herrschaftssymbol sowie Drohgebärde gegenüber dem Herzogtum Bayern gedeuted. Da sie aber als Wehrbau und Verwaltungssitz nur bedingt geeignet war, wurde der Amtssitz 1582 ins Tal verlegt.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges (1646) ereilte Falkenstein das Schicksal seiner beiden benachbarten Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg. Damals beschloss die Tiroler Landesregierung die Abbrennung der drei Burgen, um sie dem anrückenden schwedisch-protestantischem Heer nicht intakt auszuliefern. Die Anlagen wurden geräumt und in Brand gesteckt. Die Zerstörung war aber sinnlos, da die Evangelischen kurz darauf ihre Marschroute änderten.
1883 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Ruine, um an ihrer Stelle eine romantische Märchenburg in der Art Neuschwansteins zu errichten. Viele Pläne vom Schloss Falkenstein wurden angefertigt, aber wenig später wieder verworfen. Das Schloss blieb jedoch auf Grund der Erkrankung König Ludwigs 1886 ein Traum.
Nach Sanierungen und Sicherungen ist 1897 unterhalb der Burg das Burghotel Falkenstein errichtet worden.
Heute kann man die Burg bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Pfronten-Meilingen aus erreichen. Eine Besichtigung ist selbstständig und zu jeder Jahreszeit möglich.
Ein kurzer Abstieg führt zur 1889 geschaffenen Mariengrotte.
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