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Panorama Alpe Beichelstein

Naturdenkmale

Im Südlichen Allgäu und auch der weiteren Umgebung gibt es eine Vielzahl einzigartiger Naturdenkmale zu entdecken: alte und seltene Bäume, besondere Pflanzen- und Insektenvorkommen, Quellen, Bach- und Flussläufe mit atemberaubenden Wasserfällen, dazu faszinierende Getope, wie die charakteristischen Boden- und Felsformationen und erdgeschichtliche Aufschlüsse genannt werden. Diese Einzelschöpfungen der Natur stehen wegen ihrer herausragenden Schönheit, Seltenheit oder Eigenart unter besonderem Schutz.

Moore

Das Allgäu gilt als eine der wertvollsten Moorlandschaften in Mitteleuropa. Nirgendwo sonst ist der Übergang zwischen den Mooren im Voralpenland und jenen in höheren Berglagen noch so gut erhalten wie hier. Dem Schutz dieses herausragenden Naturerbes aus der letzten Eiszeit hat sich die Öffnet externen Link in neuem FensterAllgäuer Moorallianz verschrieben, die seit 2008 das Ziel verfolgt, die Hoch- und Niedermoore auszulichten und wieder zu nässen sowie die vielen blütenreichen Streu- und Nasswiesen zu pflegen und zu erhalten. Moorschutz ist hier der Beitrag zum Klima-, Hochwasser- und Artenschutz. Das charakteristische Landschaftsbild des Allgäuer Alpenvorlandes ist geprägt von den Mooren und Streuwiesen. Sie begeistern Naturfreunde mit einer beispiellosen Vielfalt und Farbenpracht in der Pflanzen- und Tierwelt.

Mit einem „Moorkalender“ informiert die Öffnet externen Link in neuem FensterAllgäuer Moorallianz über Öffnet internen Link im aktuellen FensterWander- und Öffnet internen Link im aktuellen FensterRadtouren in und an den Mooren, über interessante Führungen und unterhaltsame Öffnet internen Link im aktuellen FensterErlebnisausflüge, über Veranstaltungen und Ausstellungen rund um die einzigartige Öffnet internen Link im aktuellen FensterNatur der Moore im Allgäu.

Ein idealer Ausgangspunkt für reizvolle Moorwanderungen ist im Südlichen Allgäu der neue Moorbahnhof in Öffnet internen Link im aktuellen FensterSeeg. Für den von der Gemeinde realisierten, barrierefreien Neubau und die gestalterische Gesamtkonzeption erhielt Seeg den „Bayerische ÖPNV-Preis 2012“. Der Moorbahnhof gilt als „Pilotprojekt für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung im ländlichen Raum“.

Schluchten, Wasserfälle & Klammen

Fast meditative Wirkung entwickeln Wanderungen durch die Bergbachtäler und Klammen im Südlichen Allgäu, angesichts der wild rauschenden Wasserfälle und Kaskaden. Die sehr gut erschlossenen Öffnet internen Link im aktuellen FensterWanderwege sind an Engstellen teilweise mit Seilen oder Geländern gesichert, an steilen Passagen helfen Holztritte beim Auf- oder Abstieg. Auf gutes Schuhwerk bei feuchter Witterung und Trittsicherheit ist zu achten.

Eine wildromantische Klamm und zugleich ein spektakuläres Geotop ist die Pöllatschlucht bei Hohenschwangau. Tief eingegraben in die Öffnet internen Link im aktuellen FensterBerglandschaft neben dem Felsmassiv, auf dem König Ludwig II. sein Märchenschloss Neuschwanstein bauen ließ. Die Schlucht hat zwar alpinen Charakter, ist auf gut ausgebauten Gitterwegen und Stufen jedoch sicher zu durchqueren (im Winter zeitweise gesperrt). Einen herrlichen Blick auf Neuschwanstein, den dahinter liegenden Öffnet internen Link im aktuellen FensterForggensee und auf das malerische Südliche Allgäu haben Besucher von der Marienbrücke, die sich schwindelerregend hoch über dem großen Pöllat-Wasserfall (Fallhöhe: 30 m) über die Pöllatschlucht spannt.

Ein lohnendes Wanderziel und außerdem eine schöne Aufstiegsroute zur Bergstation der Breitenbergbahn oder zum Aggenstein ist die Reichenbachklamm bei Pfronten. Parkmöglichkeiten gibt es an der Talstation, der Einstieg ist oberhalb der ehemaligen deutsch-österreichischen Grenzstation „Altes Zollhaus“ im Vilstal zwischen Pfronten und Vils zu finden

Gut mit Öffnet internen Link im aktuellen FensterKindern begehbar und mit eindrucksvollen Wildwasserspielen bestückt ist der Wasserfallweg in Nesselwang, der am Parkplatz der Öffnet externen Link in neuem FensterAlpspitzbahn beginnt. Lohnende Abstecher führen zu den Ruinen der Nesselburg, zur Wallfahrtskirche Maria Trost oder weiter hinauf zur Kappeler Alm. Von hier bietet ein Abstieg durch die Höllschlucht nach Pfronten noch mehr Wasserfall-Erlebnis.

Seit 2005 gehören der Lechfall und die Klamm bei Füssen zu Öffnet externen Link in neuem FensterBayerns schönsten Geotopen. Die Wassermassen des Lechs stürzen hier über fünf Stufen zwölf Meter tief in die Lechschlucht, die der Fluss seit der letzten Eiszeit gegraben hat. Öffnet externen Link in neuem FensterDie Klamm ist die einzige im gesamten bayerischen Alpenraum, die ein größerer Alpenfluss, noch nicht von Menschenhand reguliert, durchfließt. In einer Felswand direkt über dem Lechfall ist eine Büste von König Maximilian II. eingelassen, nach dem der über Schlucht und Wasserfall führende Maxsteg benannt ist. Am östlichen Lechufer oberhalb des Parkplatzes ist der „Magnustritt“ zu finden, hier soll nach der Legende der Heilige Magnus, der Schutzpatron des Allgäus, bei einem weiten Sprung über die Lechschlucht seinen Fußabdruck im Felsen hinterlassen haben.

Die Wassermassen des Lechs erreichen das Südliche Allgäu, nachdem sie auf 62 Kilometern den Öffnet externen Link in neuem FensterNaturpark Tiroler Lech durchflossen haben. Er ist mit über 40 Quadratkilometern Ausdehnung das größte zusammenhängende Schutzgebiet im Talbereich Tirols, eingebettet zwischen Lechtaler Alpen im Süden und den Allgäuer Alpen im Nordwesten. Die atemberaubende Wildflusslandschaft wartet zwischen Auwäldern, Kiesbänken und Stromschnellen auf.

Ein verborgenes und wenig bekanntes Geotop, das ebenfalls zu den schönsten in Bayern gerechnet wird, ist der Öffnet externen Link in neuem FensterFlysch im Röthenbachtal bei Halblech. Im Flussbett des Halblechs treten schiefrig-tonige Gesteinsschichten aus der Kreidezeit in sich oft wiederholenden Sedimentserien fast senkrecht offen zu Tage. Zum Geotop gelangen Wanderer nach rund 3,5 km Marsch auf dem Fußweg entlang des Halblechs in Richtung Kenzenhütte. Wer weiter bis zur Öffnet internen Link im aktuellen FensterHütte aufsteigt, kann außerdem die Wasserfälle am Wankerfleck, oberhalb der Öffnet externen Link in neuem FensterKenzenhütte und den sanften Tobel der Bockstallschlucht samt Stausee entdecken.

Als Ausflugsziele vom Öffnet internen Link im aktuellen FensterSüdlichen Allgäu schnell erreichbar sind auch die bekannten Klammen im Oberallgäu – die Öffnet externen Link in neuem FensterBreitachklamm bei Oberstdorf, die tiefste und mit die imposanteste Felsschlucht in Mitteleuropa, oder die Starzlachklamm am Grünten bei Sonthofen. Die einzige Schauhöhle des Allgäus ist davon nur wenige Kilometer entfernt – die Öffnet externen Link in neuem FensterSturmannshöhle in Obermaiselstein