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Kurpark Roßhaupten

Roßhaupten - Geschichte und Mythos im Drachendorf

Roßhaupten verbindet Geschichte und Mythos - hier, im deutschlandweit einzigen Informationszentrum zur „Via Claudia Augusta“. Die Ausstellung zur einstmaligen Römerstraße legt einerseits die 2.000-jährige Vergangenheit dar, die Menschen und Kultur von der Donauebene über die Alpen bis zur Adria gemeinsam haben. Andererseits wird in Roßhaupten die Volksfrömmigkeit bis zurück zur Christianisierung erlebbar. Die Spuren des Heiligen Magnus sind an der Tiefentalbrücke nahe dem Forggensee von weitem sichtbar – als Ziel des Drachenweges. Im und um das malerische Dorf mit seinen rund 2.200 Einwohnern begleitet naturnahe Information die Besucher auf geschichtsträchtigem Boden.

Roßhaupten hat rund 2.200 Einwohner und befindet sich sowohl auf einer Höhenlage von 816 bis zu 1050 Metern als auch direkt am schönen Forggensee. Hier herrscht ein sehr gesundes voralpines Reizklima, das wohltuend für die Atemwege ist. Der im Jahre 1206 erstmals urkundlich erwähnte Ort dehnt sich auf einer gesamten Fläche von 3.910 Hektar aus und gibt atemberaubende Blicke auf die majestätische Öffnet internen Link im aktuellen FensterBergwelt der Ammergauer und Allgäuer Alpen frei zu deren Füßen sich der Lechspeicher ausbreitet. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass der Ort weit älter ist, da sich die nachfolgend genannte Drachenlegende um das Jahr 895 in der Gegend des heutigen Roßhauptens abspielte. Der Forggensee ist nicht der einzige See ringsum, es gibt im Öffnet internen Link im aktuellen FensterSüdlichen Allgäu unzählige kleine, mittlere und größere Öffnet internen Link im aktuellen FensterSeen wie den Hopfensee, Weißensee, Schwansee, Alpsee und viele mehr. Natürlich hat es rund um Roßhaupten auch ein paar kleinere Gewässer, das sind der Huttlerweiher, der Sameisterweiher und der Schmutterweihe

Aus der Gemeinde Roßhaupten stammen auch einige später im In- und Ausland bekannt gewordene Persönlichkeiten wie Roman Anton Boos, der Hofbildhauer der Residenzstadt München, der mit seinen Werken vor allem im Schloss Nymphenburg dekorativ mitgewirkt hat sowie die traditionelle Lautenbauerfamilie von Tieffenbruck, die seit dem Jahre 1485 bis ins Jahr 1611 vorwiegend im italienischen Raum ihre Lauten und Geigen bauten und melodisch erklingen ließen. Der letzte bekannte Geigenmacher Joseph Alois Stoß aus Füssen verstarb im Jahre 1866.

Wie das „Drachendorf“ zu seinem Namen kam!

Der wilde Lech mit seinen Schluchten, Höhlen, Mooren und tiefdunklen Wäldern galt einst als furchterregendes Drachenland, so auch das Gebiet rund um Roßhaupten.

Die Magnuslegende aus dem Jahre 895 besagt, das Roßhaupten früher „caput equi“ und anschließend „Roshoubet“ genannt wurde, was beides „Haupt des Pferdes“ heißt, woher der heutige Ortsname rührt. Und was es mit diesem Pferdehaupt auf sich hat, das wird in der Drachenlegende der Gemeinde deutlich. In der Gegend des heutigen Roßhaupten soll im achten Jahrhundert ein Drache gelebt haben, der zum Einen vorzugsweise Pferde gefressen haben soll und der zum Anderen die damaligen Bewohner dieser Region in Angst und Schrecken versetzte. Dieses Untier soll der Sage nach unzählige Pferde bis auf ihren Kopf verschlungen haben und hortete die übrig gelassenen Rosshäupter hernach wie Trophäen in seiner Drachenhöhle. Von diesem barbarischen Lindwurm hörte auch der Heilige Magnus und im Zuge seines Vorhabens die Gegend zu christianisieren und vom Heidentum abzubringen,  zog er ganz alleine gen Roßhaupten aus, um die Einwohner von diesem Drachen zu befreien. In der einen Hand soll Magnus einen langen Stab mit einem Kreuz am Stabende gehalten haben, in der anderen Hand hielt er einen Kranz, der mit Pech überzogen war. In der heutigen Roßhauptener Gegend angekommen wollte die Bevölkerung den mutigen Magnus von seinem Vorhaben abbringen, da man glaubte, er hätte ohne jegliche Waffen gegen den Drachen ohnehin keine Chance. Doch weit gefehlt, der Missionar kehrte siegreich zurück. Die Legende besagt, der Drache habe bei Magnus Anblick sein Maul aufgerissen um Feuer zu spucken oder um ihn mit Haut und Haaren zu verschlingen. Da nutzte Magnus die Gelegenheit dem Untier den Pechkranz in den weit geöffneten Schlund zu werfen. Daran sei dieser erstickt und schließlich verendet. Von Füssen kommend auf der B 16 kurz nach Passieren der Tiefentalbrücke steht zur Erinnerung an diese sagenumwobene Legende ein steinerner Drache. Wenig angsteinflößend und dennoch eindrucksvoll thront diese Drachenstaue auf einem steinernen Sockel und scheint heutzutage sehr viel eher die Straße nach Roßhaupten zu bewachen als Besucher verspeisen zu wollen. Auch sonst begegnet man dem Drachen vielerorts. Beispielsweise in Form einer Wandmalerei an einem alten Bauernhaus der Gemeinde, an der Spitze des alljährlichen Maibaums, der in der Ortsmitte von Roßhaupten platziert wird oder als Deckengemälde im Kloster Sankt Mang in Füssen.

Am 01. Juni 2014 wurde er feierlich eröffnet, der „Drachenweg“ von Roßhaupten. Diesen heimatkundlichen Sagen- und Erlebnisrundweg kann man in ca. 60 bis 90 Minuten erwandern. Er ist von diversen Punkten aus erreichbar, beispielsweise vom Parkplatz am Kurpark oder von der Schiffsanlegestelle der Forggensee-Schiffe und ist für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen geeignet. Der Rundweg führt auf einem schmalen Abstieg auch hinunter zur Tiefentalschlucht, dafür ist allerdings Trittsicherheit und festes Schuhwerk erforderlich. Unterwegs am Forstweg im Bachtal gibt es sogar ein Drachenbrünnele und wer von seinem Wasser kostet, der soll, genau wie der Drache, übernatürliche Kräfte davon bekommen.

Das heutige Gemeindewappen trägt passend einen silbernen Pferdekopf auf rotem Grund über zwei silbernen Wellenbalken, welche die Wasserwellen des Forggensees symbolisieren sollen. Ein klein wenig, so könnte man meinen, stecke auch der Drache in diesem Wappenbildnis, denn die Pferdemähne und das offene Maul mit herausgestreckter Zunge sehen entsprechenden Kopfteilen eines Drachens nicht ganz unähnlich.

Alljährlich findet im Kurpark von Roßhaupten das stimmungsvolles Kinder-Drachenfest statt. Die Besucher bringen hierzu ihre eigenen, meist selbst gebastelten Drachen-Flugmodelle mit und alle Besucher sind hautnah mit dabei, wenn diese ganz unterschiedlichen Flugobjekte in luftiger Höhe ihre Kreise ziehen. Dazu findet natürlich auch ein buntes Rahmenprogramm statt und für das leibliche Wohl der Gäste ist bestens gesorgt.

Das wöchentlich erscheinende Gemeinde- und Amtsblatt von Roßhaupten wurde passend zur Drachenlegende des Ortes auf den Namen „Drachenbote“ getauft.

Sehenswertes in Roßhaupten

Das Heimatmuseum  mit dem Namen „Dorfmuseum im Pfannerhaus“ gibt es schon seit dem Jahre 1894. Die Traditionsfamilie Pfanner ist seit 1860 in Roßhaupten ansässig, ihr gehörte auch das Gebäude bis ins Jahr 1998, bis die Gemeinde es dem letzten Besitzer und Familienangehörigen, Xaver Pfanner, abkaufte. Darin sind Exponate bekannter Roßhauptener Bürger vorhanden aber auch Ausstellungsstücke zur Kunstblumenindustrie und Wohnkultur längst vergangener Zeiten. Auch ist das Informationszentrum zur 2000jährigen Geschichte der Römerstraße „Via Claudia Augusta“ im Pfannerhaus untergebracht.

Das im Jahre 1954 in Betrieb genommene Speicherkraftwerk Roßhaupten, welches das interessante „Infozentrum Wasserkraft“ beherbergt ist ebenfalls einen Abstecher wert. Der Pfarrkirche St. Andreas sollte man ebenso einen Besuch abstatten wie der hübschen Herkomer Kapelle Sameister und der Wallfahrtskapelle Maria Steinach. Ausgelassenes Öffnet internen Link im aktuellen FensterBadevergnügen gibt es im Wettebad, Gäste mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterKönigsCard erhalten hierfür kostenlosen Eintritt. Sehenswert ist auch der Roßhauptener Kurpark mit Bade- und Kneippteich sowie Minigolf- Anlage. Den Camping- und Freizeitmarkt Miller mit angeschlossenen Wohnmobilstellplätzen sollte man ebenfalls einmal aufsuchen. In den warmen Sommermonaten werden auch Kutschfahrten angeboten und es gibt eine Drachenflug- und Gleitschirmschule in Roßhaupten.

Für die sportlichen Öffnet internen Link im aktuellen FensterWinteraktivitäten gibt es gleich zwei Skilifte mit Flutlicht sowie 28 Kilometer gespurte Loipen rings um die Gemeinde. Die aussichtsreichen Pferdeschlittenfahrten sind neben den Schneewanderungen in der Winterzeit ebenfalls eine allseits beliebte Freizeitgestaltungsmöglichkeit.

Pferdefreunde besuchen immer wieder gerne das Landhotel Haflingerhof, wo Haflinger gehalten und gezüchtet werden, wo man das Reiten erlernen und mit der Pferdekutsche fahren kann. Das Haus bietet komfortable Ferienzimmer und im hauseigenen Restaurant kann köstlich gespeist werden. Ebenfalls luxuriös übernachten und feinstens speisen lässt es sich im Hotel Kaufmann, wo man zudem Tagungen abhalten oder sich im hausinternen Wellness & Spa Bereich verwöhnen lassen kann. Viele weitere Gasthöfe und Restaurants laden die Feriengäste in Roßhaupten zum Gaumenschmaus ein.

An den wunderschönen Strandabschnitten des Forggensees, an denen Roßhaupten liegt, kann man herrlich Öffnet internen Link im aktuellen Fensterbaden, sich auf den weitläufigen Liegewiesen sonnen und diversen Wassersportarten nachgehen. Für die Sicherheit der Bade- und Strandgäste sorgt die Wasserwacht Roßhaupten mit eigenem Bootshaus am Seeufer. Natürlich ist es auch möglich von der eigenen Schiffsanlegestelle aus mit den großen Ausflugsschiffen, die von Füssen aus starten, den wunderschönen Forggensee zu befahren und dabei herrliche Berg- und Schlossaussichten zu genießen.

Das Wahrzeichen Roßhauptens ist das etwa vier Meter hohe Steinerne Kreuz, welches auf einem riesigen Findling aus Sandstein thront. Das mit Inschriften und Wappen versehene Steinkreuz befindet sich rund einen Kilometer östlich der St. Andreas Pfarrkirche. Roßhaupten ist seit dem Jahre 1449 bereits eine eigenständige Pfarrei.

Erlebnisse auf Wandertouren rund um Roßhaupten

Während einer Öffnet internen Link im aktuellen FensterWandertour kann man die von Johann Jakob Herkomer geschaffene barocke Wallfahrtskapelle Maria Steinach oder das Passionskreuz besuchen, auch der von 1700 bis ins Jahr 1820 genutzte Pest- und Ausweichfriedhof ist einen Besuch wert. Der Gipfel des Kalvarienberges von Roßhaupten mit seiner neugotischen Kreuzigungsgruppe und der Ruhestätte der Stifterfamilie Geis ist über 14 Kreuzwegstationen zu erreichen. Kurz nach dem Kalvarienberg-Gipfel erwartet den Wanderer ein traumhafter Blick über die Allgäuer Voralpenlandschaft. Hier befindet sich die alamannische Höhenbefestigungsanlage Gabis, von der allerdings nur noch Erdwälle erhalten geblieben sind. Zum Schutz vor Eindringlingen wurden hier einst Befestigungsanlagen für Mensch und Tier aus Holz errichtet, welche im Laufe der Jahrhunderte verwittert und verfallen sind. Dem spektakulären Rundumblick von hier oben aus konnte das allerdings nichts anhaben. Rings um Roßhaupten verläuft ein 50 Kilometer langes gut ausgeschildertes Wander- und Öffnet internen Link im aktuellen FensterRadwegenetz. Vielbesuchte Wandersteige sind beispielsweise der Roßhauptener Krippenweg und der Lech-Erlebnisweg. Auch Montainbike-Touren, Nordic-Walking und Inline-Skating-Strecken sind vielerorts zu finden.

Fazit

Roßhaupten – das legendäre Drachendorf mit all seinen Highlights und vielfältigen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten ist ganzjährig einen Besuch wert!

Tourist-Information Roßhaupten

Hauptstraße 10
87672 Roßhaupten 
Telefon: 08367 - 364 
E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailinfo@rosshaupten.de
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